Gletscherschwund setzt sich unvermindert fort

Findelgletscher

Auch im Sommer 2020 nimmt das Volumen der Schweizer Gletscher weiter ab. Obwohl es kein Extremjahr ist, bleibt der Rückgang massiv und verändert das Bild der Alpen nachhaltig. 

Seit 1960 haben Schweizer Gletscher so viel Wasser verloren, dass sich damit der Bodensee füllen liesse, wie die Expertenkommission für Kryosphärenmessnetze (EKK) der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz berichtet. In tiefen Lagen gab es im Winter 2019/20 aufgrund der Wärme verbreitet so wenig Schnee wie noch nie.

Medienmitteilung Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT), 16.10.2020

Bild: Der Einsturz einer Höhle unter dem Eis hat dazu geführt, dass sich die Zunge des Findelgletschers (VS) schlagartig zurückverlagert hat und nun in einer Eiswand endet. Hier kann soeben noch eine alte Messstange gerettet werden. (M. Huss)

Die Daten wurden durch das Schweizerische Gletschermessnetz (GLAMOS)erheben, das unter anderem durch das Geographische Institut der Universität Zürich getragen wird.