#114: Provokation und Revolte am GIUZ

1980 kam es in Zürich zu Jugendunruhen, an denen sich viele Geographie­studierende beteiligten. Sie forderten eine kritische Auseinandersetzung mit ihrem Fach. Heutige Studierende sind dieser turbulenten Zeit im Projekt «Geografe nüme schlafe!» nachgegangen. Jetzt ist die Schlussdokumentation verfügbar.

Demonstration Züri Brännt
Quelle: Sozialarchiv.ch

Anstatt einer länderkundlichen, beschreibenden Geographie forderten die damaligen Studierenden vermehrt theoretische Auseinandersetzungen mit dem Fach. Doch das stiess auf Widerstand beim «akademischen Establishment».

Die antiautoritär geprägte Stimmung der Jugendbewegung der 1980er Jahre veranlasste die Studierenden dazu, eigene Initiativen zu ergreifen und selbst Vorlesungen und Seminare zu organisieren. Theorie wurde dabei zum zentralen Feld, in dem sie sich von ihren Dozierenden absetzten und sich ihr Wissen weitgehend selbst aneigneten. Das sollte die internen Strukturen und die Lerninhalte am Geographischen Institut nachhaltig verändern.

Jetzt ist die ausführliche Schlussdokumentation des Projekts verfügbar.
Schlussdokumentation (PDF, 808 KB)

Weitere Informationen zum Projekt, sowie Diplomarbeiten und Geoscope-Ausgaben aus dieser Zeit. 
Website «Geografe nüme schlafe»

Maxie Bernhard, Tim Fässler, Meret Oehen, Nicola Siegrist, Livia Zeller mit Benedikt Korf und Gary Seitz

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