Hunderte Studierende verzaubern den Semesterstart an der Uni Zürich

Das Coronavirus ist nicht verschwunden, und die Dinge laufen nicht wieder normal. Die neuen Unterrichtsformen machen jedoch grossen Spass und bereichern. Eine Reaktion auf einen Bericht im Tagesanzeiger.

Studierende im Irchelpark
Lehre findet auch im Irchelpark statt: Die Studierenden schätzen und nutzen die neuen Möglichkeiten in diesem speziellen Semester.

Das Herbstsemester ist da. Das Coronavirus ist nicht verschwunden, und die Dinge laufen nicht wieder normal. Zoom ist ein vertrauter Freund, und wir verbringen viel zu viel Zeit damit, über Kamera- und Mikrofoneinstellungen zu diskutieren. 

Mein Semesterstart war erstaunlich: Ich habe Vorlesungen auf Zoom mit fast 100% Anwesenheit gehalten, bin in Breakout-Räume rein- und rausgegangen, um spannenden Diskussionen zuzuhören, habe auf Slack brennende Fragen in Praktika beantwortet und Zeit im Freien verbracht, um - mit Abstand! -  zu diskutieren, wie sich die Umgebung im Irchelpark mit Sprache beschreiben lässt. Ich habe an hybriden Doktorprüfungen teilgenommen, bei denen Menschen aus verschiedenen Kontinenten mitten in der Nacht aufgestanden sind, um etwas über unsere Forschung zu erfahren und prägnante und originelle Fragen zu stellen.

Meine Studierenden akzeptieren nicht nur die aktuelle Situation. Nein, sie sind offen für neue Ansätze und sehr herzlich im Umgang miteinander. So macht mir mein Unterricht grossen Spass und bereichert mich. Ihr Engagement zeigt mir, dass sie die neuen Möglichkeiten des Lernens schätzen und nutzen. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir mehr über all diese positiven Aspekte sprechen und uns daran erinnern, dass es ein unglaubliches Privileg ist, an einem Ort zu arbeiten, an dem alle tagtäglich Neues lernen wollen

Diese kurze Notiz wurde als Reaktion auf den Tagesanzeiger-Artikel vom 23.09.20 verfasst.
Uni Zürich verdirbt Hunderten Studierenden den Semesterstart