Verkehrsplanung: Praktikum bei TEAMverkehr
Im 6. Semester meines Studiums absolvierte ich parallel zum Schreiben meiner Bachelorarbeit ein Praktikum bei TEAMverkehr, einem kleinen Verkehrsplanungsbüro in Cham im Kanton Zug. TEAMverkehr erhält Aufträge unter anderem von Architekturbüros oder Gemeinden. Oft werden sie auch als Verkehrsexpert*innen für Einschätzungen oder Wettbewerbe beigezogen.
Meine Erfahrung
Dank der überschaubaren Teamgrösse von 12 Mitarbeitenden konnte ich an einer Vielzahl von Projekten mitwirken. Innerhalb kurzer Zeit wurde ich in das CAD-Programm Vectorworks eingearbeitet und setzte es für verschiedene Zeichnungsarbeiten ein.
Zu Beginn des Praktikums übernahm ich kleinere Aufträge wie Tiefgaragenprüfungen oder die Überprüfung von Sichtweiten. Dabei kontrolllierte ich die Befahrbarkeit der Parkfelder hinsichtlich der Einhaltung der geltenden Normen sowie die Ein- und Ausfahrten in Bezug auf die entsprechenden Anforderungen. War die Befahrbarkeit nicht eindeutig nachweisbar, kamen Schleppkurven zum Einsatz, um die Fahrspur eines Fahrzeugs mithilfe eines CAD-Programms zu simulieren.
Weitere Aufträge umfassten die Erstellung eines Parkplatzkonzepts für ein Restaurant, die Konstruktion und Befahrbarkeitsprüfung von Bushaltekanten sowie die Ausarbeitung eines Mobilitätskonzepts. Ein solches Konzept wird erforderlich, wenn die Bauherrschaft im Rahmen eines Projekts weniger Parkplätze als vorgeschrieben realisieren möchte und entsprechende Ersatz- oder Kompensationsmassnahmen nachweisen muss. Darüber hinaus erstellte ich Signalisations- und Markierungspläne, unter anderem für eine geplante Tempo-30-Zone.
Organisation
Durch das Nebenfach Raum- und Verkehrsplanung an der ETH konnte ich während meines Studiums bereits einige Grundlagen zur Verkehrsplanung kennenlernen, jedoch wollte ich auch Einblicke in die Praxis erlangen. Durch die geplante Tempo-30-Zone an meiner Wohnstrasse wurde ich auf TEAMverkehr und die ausgeschriebene Praktikumsstelle aufmerksam. Ich bewarb mich schliesslich im Herbst 2024 für eine Teilzeit-Praktikumsstelle für den Zeitraum meines 6. Semesters. Das Praktikum dauerte von Mitte Februar bis Mitte August. Mein Arbeitspensum umfasste zuerst 50% und ich arbeitete von Montag bis Mittwochmittag; ab Juni erhöhte ich auf 60%.
Janis Büchel