Unfreiwillig in Teilzeit
Tausende Menschen in der Schweiz arbeiten unfreiwillig Teilzeit – oft, weil ihnen grössere Pensen verwehrt bleiben. Für die Betroffenen bedeutet dies nicht nur finanzielle Unsicherheit, sondern auch eine zunehmende psychische Belastung, wie Karin Schwiter und Reta Barfuss in der Online-Publikation «Soziale Sicherheit» des Bundesamts für Sozialversicherungen schreiben.
- Rund 220 000 Erwerbstätige in der Schweiz arbeiten unfreiwillig Teilzeit; besonders betroffen sind Frauen und migrantische Personen, die in Branchen wie der Reinigung, dem Gastgewerbe und den persönlichen Dienstleistungen arbeiten.
- Regulatorische Fehlanreize – etwa die Pensionskasseneintrittsschwelle oder die Zulässigkeit von Verträgen mit minimal garantierten Stunden – machen es für Arbeitgebende vorteilhaft, Angestellte in sehr kleinen Pensen zu beschäftigen.
- Unterbeschäftigung belastet die Betroffenen finanziell und gesundheitlich und lässt zugleich ein beträchtliches Arbeitskräftepotenzial ungenutzt.
Unfreiwillig in Teilzeit
Soziale Sicherheit CHSS, 30. März 2026
À temps partiel malgré eux
Sécurité Sociale CHSS, 30 mars 2026
Bild: pexels.com, Liliana Drew