Header

Suche
  • Pufferzone

    Biodiversität reguliert die Temperatur. Hohe Pflanzenvielfalt reguliert die Temperaturen auf natürliche Weise. Je mehr Arten ein Wiesenstück enthält, desto mehr kühlt dies den Boden tagsüber und wärmt ihn nachts. Dieser Effekt ist ganzjährig wirksam, verstärkt sich mit dem Alter der Bestände und wirkt besonders bei Hitze und Trockenheit. Eine stabile Bodentemperatur ist wichtig für das Pflanzenwachstum und die Produktivität der Ökosysteme.

  • Speicherwerk

    Biodiversität mindert den Treibhauseffekt: Artenreiche Wälder speichern mehr Kohlenstoff — sowohl im Boden als auch in der Biomasse — und mindern so den Treibhauseffekt. Biomasse bezeichnet die Gesamtheit an organischer Materie im Wald. Je älter und vielfältiger ein Wald ist, desto höher ist die Speicherkapazität.

  • Klimaanlage

    Biodiversität verbessert das Stadtklima. Artenreiche Gründächer verbessern das Stadtklima und senken die Energiekosten der Häuser. Begrünte Dächer mit Mischungen aus hohen Kräutern, Gräsern und Sukkulenten kühlen besser. Sie nutzen den begrenzten Platz auf den Dächern effizienter und bilden eine dichtere Oberflächenstruktur als Monokulturen. Das bewirkt, dass weniger Wärme zum Boden durchdringt und die Sonneneinstrahlung stärker reflektiert wird. Das im Boden eingelagerte Wasser wird deshalb länger gespeichert. Dadurch werden die Gebäude besser gekühlt.

  • Augenweide

    Biodiversität schmeichelt dem Auge. Artenvielfalt macht Wiesen attraktiver: Menschen schätzen nicht einfach Natur an sich, sondern erkennen und bevorzugen artenreiche, gleichmässig durchmischte Wiesen — diese wirken harmonischer als von Einzelarten dominierte Flächen. Menschen empfinden in diesem Kontext auch das Unerwartete als schöner. Die besten Noten erhält die Wegrandvegetation nahe der Stadt Zürich und nicht etwa die Wegrandvegetation nahe Davos.

  • Mikroklima

    Biodiversität schafft ein stabiles Mikroklima. Artenreiche Wälder mildern sowohl Hitze als auch Kälte und reduzieren so die Auswirkungen von Temperaturextremen. Durch die höhere Kronendichte und die strukturelle Vielfalt der Pflanzen schaffen sie ein stabileres Mikroklima zwischen dem Boden und dem Kronendach. So fallen Temperaturschwankungen im Verlauf des Tages deutlich geringer aus als in Monokulturen mit nur einer Baumart.

einfach komplex – vom konkreten Nutzen der Bio*Diversität

14 Figuren präsentieren wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Biodiversität.

Frische Luft, sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Schutz vor Krankheiten und Naturgefahren, die Regulation des Klimas und einiges mehr. So vielfältig sind die Leistungen der Ökosysteme, die unser (Über-)Leben möglich machen.

Die Lebensgemeinschaft verschiedener Organismen funktioniert aber nur durch Zusammenarbeit. Sinkt die Vielfalt der Arten, verringert das die Funktionsfähigkeit und die Resilienz des gesamten Systems.

Die Wissenschaft ist sich einig: Artenreiche Ökosysteme sind nicht nur produktiver und ertragreicher als Monokulturen – sie sind auch widerstandsfähiger gegen Klimaveränderungen oder Schädlinge.

Doch wie funktioniert dieses Netzwerk des Lebens? Wie sind biologische Vielfalt, Stabilität und unsere eigene Zukunft miteinander verknüpft?

Die Ausstellung macht die komplexen Zusammenhänge sichtbar – mit Skulpturen, die wissenschaftliche Erkenntnisse in klare, visuelle Aussagen übersetzen. Jede Komposition lädt zum Entdecken ein. Muster zu erkennen, Bedeutungen zu entschlüsseln und Zusammenhänge zu begreifen. Denn was wir selbst erkunden, bleibt nachhaltig in unserem Gedächtnis verankert.

Wir laden Sie ein, zum Staunen über die Ästhetik der Kompositionen und über die Komplexität der Natur. Es ist ein erster Schritt zur Wertschätzung ihrer Vielfalt. Dass daraus Einsicht und Handlung erwachsen, das ist das Anliegen dieses Projekts.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Geographischen Institut der Universität Zürich und der Fachklasse Grafik Luzern. Initiiert und moderiert wird das Projekt von graphic.rodeo, einem Team von Wissenschaftler:innen, Kommunikationsfachleuten und Gestaltenden. Die visualisierten Fakten stammen aus Fachpublikationen, an denen zahlreiche Forschende der Universität Zürich beteiligt waren.

Die Skulpturen ...

… leisten einen Debattenbeitrag zu einer drängenden Frage der Zeit. 
… ermöglichen nachhaltiges Lernen: Einmal das zugrundeliegende System der dreidimensionalen Infografiken entschlüsselt, entsteht eine spielerische Lust, die Inhalte der weiteren Skulpturen zu erkunden. 
… vermitteln ausschliesslich Erkenntnisse aus der Wissenschaft.
… geben der jungen Generation eine Stimme. Die Grafik-Lernenden erhalten ein Praxisumfeld, das den üblichen Rahmen der Lehre sprengt und kommen in Kontakt mit Exponent:innen aus unterschiedlichen Branchen.
 

Aufführungsorte

Weiterführende Informationen

Der Garten im Museumsquartier Bern wird vom 1. Mai bis 7. Juni 2026 zum Skulpturenpark.

Mehr zu Der Garten im Museumsquartier Bern wird vom 1. Mai bis 7. Juni 2026 zum Skulpturenpark.

Vernissage — Donnerstag 30. April, 18.30 Uhr
«einfach komplex – vom konkreten Nutzen der Bio*Diversität»

- Begrüssung durch Kathrin Dellantonio, Geschäftsführerin Museumsquartier Bern 
- Einführung durch die Projekt­verantwortlichen
- Präsentation Lernende Fachklasse Grafik
Anschliessend Apéro und Begehung

Ausstellung — 1. Mai bis 7. Juni 2026

Beteiligte Institutionen
Der Museumsgarten
Kunsthalle Bern
Museum für Kommunikation
Naturhistorisches Museum Bern

Im Kirchner Park in Davos schafft die Ausstellung vom 13. bis 22. Juni 2026 eine Verbindung zwischen der Konferenz und der lokalen Bevölkerung.

Öffentliche Einführung durch die Projekt­verantwortlichen von graphic.rodeo und den Wissenschaftspartner Prof. Bernhard Schmid

Dienstag, 16. Juni 2026
17:00 Uhr (auf Deutsch)
18:15 Uhr (auf Englisch)

Kirchner Park, Promenade, 7270 Davos Platz

Davos Tourismus Agenda
Gemeinde Davos Agenda

Seit 2020 bringt das World Biodiversity Forum alle zwei Jahre über 1000 Teilnehmende aus Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Kunst zusammen, um gemeinsam Lösungen zur Förderung der Biodiversität zu diskutieren. 

Impressionen der Vernissage im Museumsquartier Bern, 30. April 2026

Impressionen des Entstehungsprozesses

Weiterführende Informationen

Unterstützt durch

Rektorat der Universität Zürich
Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät, UZH
Geographisches Institut, UZH
Ernst Göhner Stiftung
Kanton Luzern
Akademie der Naturwissenschaften Schweiz
Gemeinde Davos
Wissensstadt Davos

Kooperationsprojekt
Geographisches Institut, Universität Zürich
Fachklasse Grafik Luzern

Produktionspartner
Museumsquartier Bern
World Biodiversity Forum Davos

Projektleitung graphic.rodeo
Rafael Koch / Produzent
Jiří Chmelik / Creative Director
Dr. Magdalena Seebauer / Kommunikation
Aurel Hess / Visual Design

Geographisches Institut, Universität Zürich
Prof. Dr. Bernhard Schmid / Wissenschaftspartner

Fachklasse Grafik Luzern
Sinah Aregger, Maria Bancioiu, Marino Barengo, Johanna Dambach, Tessa Dittli, Robin Egli, Mathis Frei, Melina Frei, Lili-Rose Hofstetter, Luisa Horat, Lia Huber, Malou Kammer, Aleksandra Li, Madison Lindenmann, Emely Lüscher, Neo Marseiler, Julia Näpflin, Carla Osley, Moira Roussel, Mia Schilter, Gianna Schriever, Désirée Schwer, Selma Schwyter, Fiona Soland, Lovis Steiger, Meret Turgay, Milo Unternährer, Milena Weber;
mit Rafael Koch und Jiří Chmelik (Dozenten) / Verantwortlich: Tobias Klauser / Rektor Fachklasse Grafik Luzern

Kontakt

Dr. Magdalena Seebauer
E-Mail
Tel. +41 44 635 51 10

Frühere Projekte von graphic.rodeo

«erschreckend schöne Bilder»
Fakten und Prognosen zum Klimawandel werden als populär verständliche Bilder inszeniert.
In Zusammenarbeit mit dem Geographischen Institut der Universität Zürich.

«Zeit der Energie»
Digitale Uhren visualisieren die Netto-Null-Energiezukunft der Schweiz. 
In Zusammenarbeit mit dem Energy Science Center der ETH Zürich.

graphic.rodeo ist ein selbsttragender Verein und ein Verbund von Wissenschaftler:innen, Kommunikationsfachleuten und Designer:innen. Als Non-Profit-Organisation bewegt er sich an der Schnittstelle von Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft. Er initiiert und moderiert Outreach-Projekte der Wissenschaft zu drängenden Fragen der Zeit und sucht den Schulterschluss zwischen Universitäten und Designschulen. Ein dreiköpfiges Kernteam wird durch einen Beirat von Persönlichkeiten aus Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützt.