Fernerkundung von Schnee durch Radiometrie

Im Rahmen der Gebirgshydrologie und Massenbewegungs-Gruppe an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) habe ich X-band Datensätze prozessiert. Diese Datensätze wurden am Versuchsort Davos-Laret aufgenommen. Als Sensor diente ein MORA-Radiometer (11.4 GHz), also passive Mikrowellen-Fernerkundung. Das Hauptziel meines Praktikums war, diese Rohdatensätze zu prozessieren, zu präsentieren und Auffälligkeiten zu finden. Des Weiteren durfte ich bei Arbeiten im handwerklichen Bereich dabei sein und an Progress-Meetings teilhaben.

Gwendolyn Dasser
Gwendolyn Dasser (rechts) und zwei ihrer Kollegen an der WSL (Bild: Dr. Reza Naderpour)

Meine Erfahrung

Gelernt habe ich insbesondere selbstständig nach Problemlösungen zu suchen und ein erstes Auge dafür zu entwickeln, welche Daten in einem Datensatz aussagekräftig sind. Des Weiteren sind meine Programmierfähigkeiten in Python und Matlab klar gestiegen und ich habe allgemein viel gelernt, was das Leben als Forscherin alles beinhaltet.

Das Arbeitsklima war locker, direkt und offen aber gleichzeitig effizient. Arbeitszeiten sind ziemlich flexibel: solange die 8h pro Tag gedeckt sind.

Highlights waren auf jeden Fall die Trips zum Versuchsort in Davos und das SMOS Expert-Meeting in Birmensdorf. Bei diesem Meeting lernte ich Expertinnen und Experten aus ganz Europa kennen und durfte mich mit ihnen austauschen sowie sogar eine Präsentation halten, in welcher ich einen Lösungsansatz zur Verbesserung der SMOS soil moisture retrieval präsentierte.

Weniger toll war das ständige Warten bis die Programme fertig gerechnet haben. Aber das lag vermutlich an meinen Programmierkünsten. Der Arbeitsweg war für mich ein grosser Minuspunkt. Ich durfte aber jederzeit auch von zuhause aus Arbeiten.

Worauf muss man besonders achten:
Man muss es wirklich wollen. Besonders geholfen hat mir die Fähigkeit des Programmierens (!!!). Diese erschien bei all den zur Verfügung stehenden Praktika eine Grundvoraussetzung zu sein. Des Weiteren war Englisch die Verständigungs-Sprache sowie brauchte ich ein Verständnis für die Mikrowellen Fernerkundung.

Organisation des Praktikums

Am Swiss Polar Day habe ich sowohl einen Doktoranden an der WSL sowie den Direktor persönlich kennen gelernt. Ich habe bei beiden noch am selben Tag nach einer Praktikumsmöglichkeit nachgefragt. Beide waren positiv darauf zu sprechen und so hatte ich per Email nochmals nachgefragt, meinen CV eingeschickt und wurde entsprechend eingeladen.