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Department of Geography 

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MA theses

Wichtig!

Master- und Diplomarbeit in der Humangeographie

  • Mastervereinbarung für Studierende der Humangeographie (PDF (PDF, 128 Kb))
  • Wegleitung für Diplomierende der Humangeographie (PDF)

Masterarbeit am Geographischen Institut

Master theses for M.A. students

If any MA student is interested in writing an MA thesis on one of the issues below, please contact one of the people.  Please read our "Wegleitung für Masterstudierende oder Diplomierende in der Humangeographie".

Topic

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15.11.2009

Entwicklungshilfe in der Kritik

Der kenianische Ökonom James Shikwati schreibt: „Entwicklungshilfe hilft Tyrannen bei der Unterdrückung“. Sein provozierendes Statement ist Teil einer wachsenden Gruppe von AutorInnen, vor allem aus Afrika und Südasien, aber auch aus den Entwicklungsorganisationen selbst, die die Arbeit der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) grundsätzlich in Frage
stellen. Diese AutorInnen unterstellen der EZA, dass sie vor allem korrupten Regimen in Afrika oder Südasien nutzen würden. 
 
Die hier ausgeschriebene Masterarbeit wird sich mit den Kritiken unterschiedlicher AutorInnen wie Easterly, Seitz, Moyo, Mwenda und Shikwati auseinandersetzen und deren Argumentationen typologisieren. Darauf aufbauend soll die Masterarbeit analysieren, inwieweit und in welcher Form diese Kritik in der Schweizer entwicklungspolitischen Szene
aufgegriffen wird. Welche Akteure machen sich diese Kritik zu eigen, welche kritisieren die Kritiker?
 
Methode: Text- und Diskursanalyse (Medien), Experteninterviews mit Journalist/innen, EZA-Expert/innen und Praktiker/innen, eventuell Politiker/innen. (pdf: 36 KG (PDF, 36 Kb))
 
Zum Thema: 
Carmen Gasser und Wesley Bedrosian (2009) Sinnlose Entwicklungshilfe. Die Weltwoche
vom 8.10.2009, 77 Jg., Nr. 41, S. 38f.

Benedikt Korf

01.10.2009
Zur Politischen Geographie des Röstigrabens

Am 1. August feiert die Schweiz ihren Nationalfeiertag. Dies ist meist Anlass zur Reflexion über das, was die Schweiz aus- und „besonders“ macht. Doch über das, was „Schweiz sein“ oder „Schweizerisch sein“, was „Swissness“ ausmacht, gibt es verschiedene Vorstellungen, auch darüber was Patriotismus ausmacht. Deutlich wurde dies zum Beispiel im Jahr 2007, als die damalige Bundespräsidentin Calmy-Rey eine Rede hielt, in der sie einen kosmopolitischen Patriotismus definierte, der sich bewusst gegenüber einem Patriotismus à la Blocher abgrenzte. Die anschliessende Diskussion verdeutlichte, dass es über den sogenannten Röstigraben hinweg deutliche Unterschiede in den Vorstellungen darüber gibt, was Schweizsein ausmacht. (Natürlich auch über politische Parteien hinweg).

Die ausgeschriebene Masterarbeit soll politische Diskurse und Debatten im Umfeld der 1. August Feiern in ausgewählten Printmedien der Deutschschweiz und der Romandie vergleichen. Ausgangspunkt kann die Rede von Calmy-Rey und die Reaktionen darauf sein, doch sollte die Analyse auch die Genealogie dieser Diskurse, also ihre historischen Hintergründe aufdecken, die sich in früheren ähnlichen Identitätsdiskussionen um den 1. August finden lassen. Welche Leitbilder von „Schweizsein“ und Patriotismus werden verhandelt? Wie werden diese begründet?

Methode: Text- und Diskursanalyse (Medien), Experteninterviews mit Journalist/innen, eventuell Interviews mit Politiker/innen.
(pdf: 36KB (PDF, 36 Kb))

Benedikt Korf

 01.10.2009

Geographie des 17. September 2009, oder: Was ist ein „richtiger“ Romand?

Im Vorfeld der Wahl der Nachfolge des Bundesrates Pascal Couchepin am 17. September 2009 kam es in der Romandie, aber auch im Tessin, zu einer intensiven Debatte dazu, was die Romandie ausmacht – und was ein „richtiger“ Romand ist. Dies hatte damit zu tun, dass ein wichtiger Kandidat zwar aus der Romandie stammte, aber einen Deutschschweizer Hintergrund hatte. Gleichzeit appellierten Tessiner Politiker an die lateinische Solidarität, um für einen Tessiner Kandidaten zu werben. Diese öffentlichen Diskussionen zeigten einmal mehr, wie politische Identität in der Öffentlichkeit verhandelt wird, in diesem Fall die Identität der „Romandie“ – oder welschen Schweiz.

Die ausgeschriebene Masterarbeit soll diese politischen Identitätskonstruktionen im Vorfeld des 17. September 2009 analysieren. Dazu soll eine Diskursanalyse in ausgewählten Printmedien (Tageszeitungen oder politischen Journalen) der Romandie, der Deutschschweiz und, falls möglich, des Tessins durchgeführt werden. Welche Leitbilder einer Identität der Romandie werden in diesen Diskursen verhandelt? Wie werden diese begründet, ein- und abgegrenzt? Debatten zur Identität von „Romandie“ und „lateinischer Schweiz“ werden regelmässig bei Bundesratswahlen geführt, deshalb soll in einem zweiten Schritt ein Vergleich mit einer früheren Bundesratswahl gezogen werden, in der ebenfalls ein „Romand“ gesucht war. Dadurch können historisch gewachsene und kontextuell abhängige Identitätskonstruktionen analysiert werden.

Methode: Text- und Diskursanalyse (Medien), Experteninterviews mit Journalist/innen, eventuell Interviews mit Politiker/innen.

(pdf: 36KB (PDF, 36 Kb))

Benedikt Korf

1.11.2008

Academic hegemonies in development studies

(1-2 Masterarbeiten, eventuell im Team)

Development studies as a scholarly community, academic discipline and discourse at various times has emphasised the centrality of scholars from the global South to be given a voice. Paradoxically, as a scholarly field, development studies has been and continues to be dominated by Anglo-American scholarship as few other subjects. This is signified in terms of publication outputs and institutional power (editorial boards, funding, access to library resources). As a result, academic debates (as well as policy discourses) in development studies tend to be dominated by theorists and scholars from the global „North“, while voices from universities located in the global „South“ are marginalized. Even within the scholars emanating from the North, there is a clear dominance of Anglo-American scholarship.

This Master thesis aims at assessing the extent of this Anglo-American dominance and at quantifying it. The thesis will analyse publication patterns in a selection of top academic journals (ISI indexed), including editorial board membership, authorship, citation patterns of high impact publications etc.  The Master thesis can build on similar analyses conducted, e.g. in economic geography (Peck et al 2007), and on academic debates on Anglo-American dominance in human geography. It can also be linked to debates on globalization, (post-) colonialism and empire (Hardt/Negri 2004).

Method: Qualitative and quantitative analyses of ISI data and other publication data sources.

 

Benedikt Korf

Tobias Hagmann

 

17.10.2008

Religions- und Glaubensgeographien in der Schweiz

(1-2 Masterarbeiten)

Die Schweiz, wie viele andere Länder in Europa, wird als säkularisierte und post-konfessionelle Gesellschaft bezeichnet. Die Rolle der Religion im öffentlichen Raum ist seit Jahrzehnten auf dem Rückzug. In letzter Zeit ist in den Zeitungsfeuilletons jedoch von einer Rückkehr der Religion die Rede.  Debatten um Minarettverbote, das christliche Erbe der Schweiz und Europas und die Verunsicherung über die „islamistische Gefahr“ bringen auch das Erbe der christlichen Konfessionen wieder in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit. Kultur und Geschichte der Schweiz ist geprägt vom Erbe christlicher Konfessionen (katholische und reformierte Kirche). Migrant/innen bringen neue religiöse Glaubensvorstellungen ein.

Die Masterarbeit soll folgender Forschungsfrage nachgehen: wie beeinflusst die konfessionelle Herkunft von Schweizer/innen und ihre Glaubensintensität die Einstellungen zu politischen, sozialen und moralischen Fragen? Welche Beziehung sehen sie für das Verhältnis von Staat und Religion bzw. Kirche  in der heutigen Gesellschaft? Wie sehen sie das Verhältnis ihrer Konfession zu nicht-christlichen Glaubensbekenntnissen?

Methode: Text- und Diskursanalyse (Medien, andere Dokumente), Fallstudien (Interviews), quantitative Auswertung von Volkszählungsdaten, Abstimmungsdaten und Voxanalyse (mit sotomo-Gruppe).

 

Benedikt Korf

15.10.2008

State Failure and Development Cooperation: Donor conceptions of political order and identity in developing countries

(1 Master- oder Diplomarbeit)

Academic and policy discourse portrays states in developing countries in almost pathological categories; they are perceived to be threatened by ‘collapse’, ‘failure’, ‘fragility’ and ‘weakness’. In recent years development agencies have identified state failure as a major challenge for development cooperation. Consequently, bilateral and multilateral donor agencies such as BMZ (Germany), DFID (United Kingdom), SDC (Switzerland), USAID (USA), the United Nations or OECD Development Assistance Committee (DAC) have produced policy and strategy papers on how to improve or strengthen ‘failed’ or ‘fragile’ states that are unable to provide security and welfare for their citizens.

The proposed study takes a critical look at how donors, and development organizations in general, perceive and portray the state in developing countries. Drawing on a growing body of literature (post-development studies, critical geography, critical security studies, ethnography of aid) the study analyses the different conceptions of political order, identity and modernity that underlie currently dominant development discourses on the post-colonial state as well as the solutions proposed to mitigate ‘state failure’. Methodologically, the study will consist of a comparative analysis of policy documents of major Western donor agencies and international organizations complemented by selected expert interviews with representatives of these organizations.

 

Tobias Hagmann

10.10.2008

Schweizer Grenzräume als Lebenswelten

(1-2 Masterarbeiten, eventuell im Team)

Grenzregionen sind oft vielschichtige Räume an den Peripherien des Staates. Mit der teilweisen Öffnung der Schweizer Grenzen zur EU verändert sich die Funktion der Staatsgrenzen im alltäglichen Geographiemachen (Werlen 1995) von Menschen, die in diesen Grenzräumen leben. Vormals periphere Grenzräume öffnen sich in neue soziale, politische und ökonomische Räume.

Die Masterarbeit(en) analysieren die Wahrnehmung der Staatsgrenze im alltäglichen Geographiemachen und ihre Veränderung über die letzten Jahrzehnte: Wie werden Grenzen – mentale, kognitive, soziale, politische – wahrgenommen? Welche Alltagsbeziehungen bestehen mit den „Anderen“ auf der anderen Seite der Grenze? Welche Beziehung besteht zum Anderen und zum Eigenen – zum Nachbar- und zum eigenen Bundesstaat? Wie beeinflussen diese „Grenzziehungen“ alltägliche Lebensbezüge?

Empirische Forschungsgebiete: Schaffhausen  (Schweiz-Deutschland), Jura (Schweiz-Frankreich).

Methode: Leitfadeninterviews mit Bewohner/innen aus der  Grenzregion. Expert/innen-Interviews, Medienanalyse (Zeitungen usw.).

 

Benedikt Korf

Tobias Hagmann