Ausgeschriebene Masterarbeiten
Die Humangeographie schreibt Masterarbeiten in den drei von ihr bearbeiteten Forschungsbereichen aus (siehe unten). Diese stellen die Menschen in der heutigen globalisierten Welt in den Mittelpunkt und untersuchen die Auswirkungen ihres Handelns auf die natürliche wie soziale Umwelt. Wir analysieren, wie verschiedene Bevölkerungsgruppen Veränderungsprozesse und Entwicklung beeinflussen und wie dabei entstehende Interessenkonflikte nachhaltig gelöst werden können.
Interessierte können sich jederzeit bei den angegebenen Kontaktpersonen informieren! Für detailliertere Informationen bitte Aushang vor 25-L-26 beachten und/oder Kontakt mit potenziellen Betreuungspersonen aufnehmen. Im HS ist eine Informationsveranstaltung zu den Masterarbeitsthemen der Humangeographie geplant. Details folgen.
Die drei Forschungsbereiche der Abteilung Humangeographie sind:
Migration, multilokale Lebensformen und Entwicklung
Wie organisieren sich Mitglieder eines Haushalts an verschiedenen Orten? Wer profitiert von Migration, wer nicht? Welchen Beitrag leistet Migration zu ländlicher Entwicklung? Weitere Informationen bei Susan Thieme
Aktuell ausgeschriebene Masterarbeiten
- Student mobility and educational consultancy in Nepal
Student comprise a increasingly significant element in population mobility. In Nepal as in many countries in South Asia, intermediaries know as "Educational Consultancies" play an active role in the process of international student mobility. Given the increasing significance of student mobility as well as the high number of educational consultancies (more than 200 registered in Nepal) relatively little is known about the critical role and operation of these intermediaries. This master's thesis could pursue questions such as: How do such Educational Consultancies in Nepal operate? Who are their customers? What role do they play at different stages of migration? How can their work be interpreted in the context of an increasing internationalization of education?
Weitere Infos siehe PDF (PDF, 315 Kb).
Ausschreibung von Craig Hatcher:
- Heimatort: a spatially redundant category?
While it is arguable that the notion of heimatort has lost its original purpose, its institutional and symbolic presence is still widely visible in Switzerland today. Historically, the category of the heimatort had an important role in providing welfare services for those individuals that were part of the community: but to what extent does heimatort play an institutional role in today's society and what are the current debates on its purpose in Switzerland today? Why is there a need for an individual to be attached to one place in today's highly mobile society? Is the concept of heimatort a spatially exclusionary category? These and related questions could be pursued in this master's thesis.
Weitere Infos siehe PDF.
Ausschreibung von Sara Landolt:
- "Care work" durch Migrantinnen in Privathaushalten
Ein Nationalfondsprojekt im Rahmen des NFP 60 "Gleichstellung der Geschlechter" untersucht, wie sich Care-Arrangements mit legalen und illegalen Migrantinnen in Privathaushalten in der Schweiz gestalten. Wer lagert die Pflege, Versorgung und Betreuung von Haushaltsmitgliedern (ältere und/oder kranke Personen, Kinder) aus und an wen? Welchen Beitrag leistet Migration zu Gleichstellung und Ungleichstellung in Schweizer Haushalten? Welche Auswirkungen hat die Care-Migration aus eigene Care-Aufgaben der Migrantinnen (in der Schweiz und im Heimatland)?
Weitere Infos siehe PDF (PDF, 59 Kb).
Ländliche Lebensbedingungen, Ressourcennutzung und 'umstrittene Entwicklung'
Wie sichern ländliche Haushalte ihren Lebensunterhalt (inkl. Nutzung natürlicher Ressourcen) und wie entsteht Ungleichheit? Wer hat die Macht, Entwicklungswege und -ziele zu definieren und welche Rolle spielen in diesen Gouvernanzprozessen Regierungen, Entwicklungsorganisationen und soziale Bewegungen? Weitere Informationen bei Urs Geiser
Aktuell ausgeschriebene Masterarbeiten
- Nepal: CPN-Maoists' discourse of rural development
Throughout the global South, 'rural development' has become a contested notion. In many places, 'rural development' is guided and informed by neo-liberal policies, that changes the role of the state from direct intervention to one of securing an enabling environment for private sector and market forces to operate. This approach is questioned by many, as rural poverty and inequality continue to persist, and in many places even increased under neo-liberal policies. Therefore, much interest is shown for alternative avenues towards reducing poverty and inequality in rural areas, and providing rural households with opportunities to improve wellbeing. One such avenue seems to be proposed by the CPN-Maoists in Nepal, who have achieved considerable influence at national as well as local level.
The proposed Master thesis is to analyse the discurse of the CPN-Maoists in Nepal regarding 'rural development'. How, for example, are the root causes for rural poverty and inequality perceived? How are these to be overcome? How exactly are rural households to be enabled to increase their wellbeing (incl. the control over means of production), etc. The thesis is also expected to assess whether the perspective on rural development offered by the CPN-Maoists in Nepal differs from the present mainstream approach in Nepal.
The Master study is carried out within the NCCR North-South, including approximately three months of fieldwork in Nepal. Qualifications: BSc in geography; main modules of Master courses done (with emphasis on human geography and development studies); fluent in English (spoken and written).
Weitere Infos bei Urs Geiser - Der "Happiness Index" - ein sinnvoller Weg zu einem neuen Verständnis von "Entwicklung"?
Die Regierung von Bhutan versucht die Entwicklung des Landes nicht länger mit klasssischen wirtschaftlichen Indikatoren zu messen (z.B. pro-Kopf-Einkommen) und diskutiert deshalb einen "Happiness-Indicator", der vor allem nicht-materielle Werte gewichten soll. Ähnliche Bestrebungen sind etwa in Bolivien unter President Morales im Gange (Stichwort "vivir bien"). Was beinhalten diese neuen Indikatoren? Auf welchem Verständnis von "Entwicklung" beruhen sie, und wie sind diese Bestrebungen zu beurteilen?
Weitere Infos bei Urs Geiser
- Framing rural development on a global level: the case of farmer suicides in India and their global representation
Problems of farmers in the South are increasingly on the agenda of critical groups in the North, some of them related to "transnational agrarian movements" (TAMs). TAMs and their allies often critique the dominant framework of neo-liberal economic restructuring of agrarian economies in the South and its driving forces in the North. Their idea of this "peasant solidarity" is to give the problems of rural areas a common dimension, leading to a joint global struggle for an alternative to the neo-liberal path of development. In India, where farmers face a severe agrarian crisis - even culminating in farmer suicides - activist try to be perceived as the authentic voice of the peasants.
The proposed Master Thesis will focus on the European activists that talk about rural development in India in general and farmer suicides in particular.
Weitere Infos siehe PDF (PDF, 65 Kb).
Sozialräumliche Konflikte und Entwicklung
Wie eignen sich Jugendliche öffentliche Räume an? Welche Rolle spielen Wahrnehmungen und Vorstellungen bei der Ausweisung von Schutzgebieten? Wie verlaufen Partizipationsprozesse bei der Landschaftsplanung und welche Probleme können dabei entstehen? Wie werden Regionen visualisiert und welche Bedeutung haben Visualisierungen und andere Regionalisierungen?
Ausschreibungen von Norman Backhaus sind hier zu finden.
Ausschreibungen von Sara Landolt:
- Stadtgeographie – Nächtliche Stadträume
Nächtliche Städte sind innerhalb der letzen Jahre verstärkt zu Orten des Konsums und Hedonismus geworden. Diese Transformation von Städten, resp. Stadtzentren hin zu nächtlichen Freizeiträumen (z.B. Zunahme von Clubs, Pubs, Bars, Änderungen auf Gesetzesebene betreffend De- und Re-Regulation des Nachtlebens) wird in der Wissenschaft mit dem Begriff „night-time economy“ gefasst. Im Fokus steht dabei das Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure und Interessen und damit verbundene Zielkonflikte bei der Revitalisierung von (Innen-)Städten. Ebenso geht es um Fragen des Ein- und Ausschlusses in der (Konsum-)Welt der nächtlichen Stadträume. In diesem Spannungsfelkd sind unterschiedliche Masterarbeiten möglich. Z.B. mit Fokus auf Jugendliche in der night-time economy oder mit Fokus auf (Strassen-)Prostitution.
Weitere Infos siehe PDF (PDF, 48 Kb).
- Kontrollierte Städte?
(Un-)Sicherheit ist weltweit zu einem Trend der Stadtentwicklung und -politik geworden. Es entstehen neue Sicherheits- und Ordnungspolitiken. Die räumliche Dimension städtischer Unsicherheiten wird (wieder) vermehrt diskutiert, Raum und (Un-)Sicherheit wird verknüpft. Diese Debatten sind auch in der Schweiz zunehmend aktuell. In diesem Feld sind verschiedenen Masterarbeiten möglich. Beispielsweise könnte im Fokus einer Arbeit das Konstrukt „Sicherheit“ in der Stadt stehen. Was wird von unterschiedlichen städtischen Akteuren darunter verstanden? Wie und wozu wird es in der Stadtplanung/-entwicklung und -politik eingesetzt?
Weitere Infos siehe PDF (PDF, 49 Kb).
