Home | Contact | Deutsch  | Master Theses announced

Department of Geography 

Department organizationStudyingGraduate SchoolUnitsEventsServicesLibrary

Announced Master Theses

Master students interested in writing a thesis in the field of Economic Geography are welcome to approach us with their own suggestions. Possible themes could still be broad, the concrete research focus then being worked out together with potential supervisors in the research group. So please don't hesitate and contact us with exciting ideas!

In addition to this, members of the Research Group regularly announce topics for possible master thesis (see list below). These themes are introduced in a general way in order to allow specification according to the interests of prospective applicants. Again, don't hesitate to make more detailed suggestions.

 

Topic

Contact


Bedeutung des öffentlichen Raumes (diverse Themen möglich)

Die Frage nach der Bedeutung des öffentlichen Raumes stellt sich insbesondere vor dem aktuellen Trend der Stadterneuerung, im Zuge dessen ganz Stadtteile um- resp. neu gebaut werden, um sich in Konkurrenz zu anderen Städten als attraktive urbane Wohn- und Arbeitsräume präsentieren zu können. Die Frage kann aber auch mit dem Funktionswandel öffentlicher Räume, der mit neuen Nutzungsformen einhergeht, in Verbindung gebracht oder im Zusammenhang weiterer gesellschaftlicher Entwicklungen wie beispielsweise der zunehmenden Nutzung virtueller Räume (social media) untersucht werden. Es können die Prozesse der Planung, Herstellung und/oder der Verwaltung öffentlicher Räume betrachtet oder alltägliche und/oder widerständige Formen der Nutzung und Aneignung analysiert werden. Es können urbane, sub-urbane, peri-urbane, ländliche und/oder virtuelle Räume ausgewählt und allenfalls kontrastierend verglichen werden.


Heidi Kaspar


Wirtschaftspolitik und Kreativwirtschaft

Die sogenannte Kreativwirtschaft gilt Städten und Regionen als ein wichtiger Wirtschaftsbereich. Nachdem sich in den letzten 15 bis 20 Jahren ein relativ festes Bild dieses Bereiches entwickelt hat, sucht die Wirtschafts-politik seit einigen Jahren nach geeigneten Fördermassnahmen. Sie steht dabei vor der Herausforderung einen Wirtschaftsbereich zu unterstützen, dessen Arbeitsweisen, Produktionsprozesse und auch Produkte nicht genau verstanden worden sind und deren Bedürfnisse und Anforderungen daher oft unklar sind. Die Masterarbeit könnte der Frage nachgehen, welche Strategien derzeit entwickelt und erprobt werden (welche Strukturen, welche Partner, Zeithorizonte, Budgets etc.). Teilfragen richten sich auf etwaige globale Konvergenzen der Förderstrategien (im Sinne eines Kopierens von guten Ideen), Möglichkeiten zur Bewertung der Massnahmen etc. down load (PDF, 82 Kb)


Pascal Goeke


Plurale Wertelogiken in Arbeitsprozessen

Einzelne Arbeitsaktivitäten sowie ganze Arbeitsprozesse sind geprägt von verschiedenen Logiken (Denkmustern). Komponiert eine Musikerin beispielsweise ein neues Stück, ist diese Tätigkeit erstens geprägt durch die eigene Ästhetik, zweitens durch den Anspruch, das treue Publikum zu begeistern, drittens durch die Ansprüche des Produzenten und der BandmitgliederInnen, viertens durch eine technische und organisatorische Logik der Umsetzbarkeit und fünftens durch den Druck, damit Geld verdienen zu können. Auf diese Weise treffen bei einer Aufgabe fünf verschiedene Logiken aufeinander und müssen gegeneinander abgewogen werden. Sind bei einer solchen Aufgabe mehrere Personen beteiligt, wird dieser Aushandlungsprozess von Logiken zunehmend komplexer. Dieses Schema lässt sich auf jegliche Situationen übertragen.
Masterarbeiten könnten sich auf einen spezifischen Arbeitsbereich (muss nicht zwingend Teil der Kreativwirtschaft sein) konzentrieren und ihr Augenmerk auf das Zusammenwirken von verschiedenen Logiken legen, die sich teilweise sehr gut ergänzen und teilweise konkurrenzieren und gemeinsam einen Prozess formen.


Catherine Robin


Die Kommerzialisierung der Pflegearbeit
(Diverse Themen möglich)

Aufgrund von Veränderungen in den Familienstrukturen und der familialen Arbeitsteilung werden bisher meist unbezahlt erbrachte Pflege- und Betreuungsarbeiten zunehmend an den Markt ausgelagert. Wie wird die steigende Nachfrage nach so genannten Care-ArbeiterInnen gedeckt? Die kommerzialisierte Pflegearbeit zeichnet sich gegenwärtig durch einen hohen Anteil an migrierten weiblichen Arbeitskräften sowie durch informelle und prekäre Arbeitsverhältnisse aus. Wie sind diese neuen Care-Arrangements ausgestaltet?
Masterarbeiten können sich mit verschiedenen Aspekten der Pflegearbeit auseinandersetzen, beispielsweise mit Fragen zu Arbeitsorganisation, Arbeitsbedingungen und Arbeitswirklichkeiten im Pflegesektor, zu Migrationsregimes oder zu Ein-/Auschlussmechanismen im Pflegearbeitsmarkt. Denkbar wäre beispielsweise eine Arbeit zur diskursiven Konstruktion migrierter Pflegearbeiterinnen durch die neu auf den Markt getretenen Vermittlungsagenturen für Pflegekräfte. Neben dem Fokus auf den Pflege- und Betreuungsmarkt besteht auch die Möglichkeit, Kommerzialisierungsprozesse in anderen Dienstleistungsbranchen zu analysieren.

 


Karin Schwiter


City fears: der Umgang mit Unsicherheit im öffentlichen Raum

Sicherheit und Unsicherheit sind aktuell zentrale Themen im Städtediskurs. Mediale Debatten, Politiken und alltägliche Raumpraktiken formen den Stadtraum. Es können in diesem Zusammenhang verschiedene Fragestellungen untersucht werden. Z.B. wessen Sicherheitsempfinden wird mit welchen Massnahmen Rechnung getragen? Wie wirken sich politische oder bauliche Massnahmen auf den städtischen Alltag aus? (Die bessere Ausleuchtung einer Strasse oder höhere Polizeipräsenz bspw. kann sehr unterschiedlich wahrgenommen werden.) Welche räumlichen Anordnungen werden von wem weshalb als gefährlich erlebt? Nicht zuletzt wäre eine Untersuchung der männlichen Unsicherheitsgefühle im öffentlichen Raum interessant. Denn während Unsicherheitsgefühle von Frauen im öffentlichen Raum seit den 1970er Jahren untersucht werden, sind jene von Männern bisher kaum (qualitativ) erforscht.


Heidi Kaspar


Wer verrichtet welche Arbeit? Kulturelle Muster der Verteilung bezahlter und unbezahlter Arbeit, Familienmodelle, Arbeitsteilung, Berufswünsche und Karriereperspektiven
(Diverse Themen möglich)

 


Karin Schwiter


Geographies of global commodity chains and transnational markets:
Standards in globalen Supply Chains und Warenketten

 


Christian Berndt


Geographies of global commodity chains and transnational markets:
Integration mexikanischer Unternehmen und Regionen in transnationale agrarwirtschaftliche Warenketten

 


Christian Berndt


Orientierungs- und Selektionsmuster in migranten Arbeitskarrieren

In praktisch allen westlichen Staaten sind Migranten objektiv unterschichtet. Ob und inwiefern diese objektive Lage aber das Leben der Migrantinnen und Migranten bestimmt, ist nicht gewiss. Gerade die Transnationalismusforschung macht darauf aufmerksam, dass sich Migrantinnen und Migranten nicht allein an der vertikalen Sozialstruktur der Zielländer orientieren, sondern sich auch mit ihren Herkunftsländern und den dortigen Möglichkeiten vergleichen. Zuletzt wurde wiederholt die Bedeutung von Netzwerken für die soziale Mobilität und Orientierung von Migrantinnen und Migranten behauptet. Vielleicht, so die These, bringt die Netzwerkgesellschaft fundamentale Neuorientierungen mit sich. Wie die Karrieren genau verlaufen, wie Selektionen vorgenommen werden und wie sich Migrantinnen und Migranten orientieren, kann Gegenstand dieser Arbeit sein. down load (PDF, 83 Kb)

 


Pascal Goeke


Der Arbeitsmarkt für Niedriglohndienstleistungen in Zürich
(Diverse Themen möglich)

Wie in anderen Industrieländern haben auch in der Schweiz Beschäftigungsverhältnisse an Bedeutung gewonnen, die von traditionellen Vorstellungen der Teilhabe am Arbeitsmarkt abweichen (v.a. unbefristete Vollzeitbeschäftigung). In der öffentlichen Diskussion werden diese Veränderungen mit Verweis auf Temporärarbeit, prekäre Arbeit, Workfare oder auch "illegale" Beschäftigung verhandelt. Besonders deutlich zeigen sich die neuen Arbeitswirklichkeiten im Segment der sogenannten Niedriglohndienstleistungen (z.B. Gebäuderreinigung, Pflegearbeit, Gastronomie), die in der Wissensökonomie auf der Rückseite hoch qualifizierter Tätigkeiten an Bedeutung gewinnen. Masterarbeiten können sich am Beispiel Zürich bestimmten Teilbereichen des Niedriglohnsektors widmen und mit geeigneten methodischen Instrumenten die aktuelle Bedeutung dieses Arbeitsmarktsegments in der Region Zürich erarbeiten. Denkbar wären Überblicksarbeiten im Kontakt mit Expertinnen und Experten, aber auch kleinteilige Fallstudien, die sich mit den Arbeitswirklichkeiten der Beschäftigten selbst auseinandersetzen.

 


Christian Berndt

oder

Karin Schwiter


Ein- und Ausschlussprozesse in Bildung und Beruf
(Diverse Themen möglich)

Die Ausbildungs- und Berufswege in der Schweiz weisen ausgeprägte Segregationsmuster auf - sei es nach Geschlecht, Ethnie, Nationalität, sozialer Schicht, Alter, etc. Beispielsweise werden Männer kaum je Kleinkindererzieher und nur sehr wenige Frauen Lokomotivführerinnen. Wie internationale Vergleiche zeigen, ist die berufliche Segregation in der Schweiz weit ausgeprägter als in anderen europäischen Ländern. Welche institutionellen und normativen Grenzziehungen, welche Ein-/ Ausschlussprozesse und welche Selektionsmechanismen tragen während den verschiedenen Phasen und Übergängen in Ausbildungs- und Berufsbiographien zur Aufrechterhaltung des hohen Schweizer Segregationsniveaus bei? Wo zeichnen sich Verändernungen ab? Masterarbeiten zu diesem Themenbereich können sich beispielsweise mit der Entwicklung von Berufsorientierungen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, mit Berufsverläufen/-karrieren in ausgewählten Berufsfeldern, mit Aspekten des Schweizer (Berufs-)bildungssystems oder mit der diskursiven Konstruktion bestimmter Berufsimages auseinandersetzen. Sie können dabei eine oder mehrere Identitätsdimensionen (Geschlecht, Nationalität, Ethnie, soziale Schicht, Alter, etc.) in den Blick nehmen.

 

 

Karin Schwiter


Netzwerkprojekte in der Kreativwirtschaft

Die Organisation von Produktionsprozessen ist aufwendig, kostet die Unternehmen somit Geld und ist folglich effizient zu gestalten, um mit den Produkten und Dienstleistungen am Markt reüssieren zu können. Soweit die Theorie und die Grundannahmen. Wie die einzelnen Prozesse strukturiert werden und welchen Veränderungen sie unterliegen, ist eine empirisch oftmals offene Frage. Die Masterarbeit soll der Frage nachgehen, wie die Produktionsprozesse und Netzwerkprojekte in der sogenannten Kreativwirtschaft gestaltet werden, weil dort, so eine Vermutung, eine kleine Revolution am Gang ist: es geht um nichts weniger als um „die Umstellung von Bürokratie und Fließband auf ein offenes Netzwerk von Information, Kommunikation und Produktion. Die Devise dieser Revolution ist es, den stolzen Satz des 19. Jahrhunderts: »Wer arbeitet, produziert«, auszuwechseln gegen den in seinen Konsequenzen noch unabsehbaren Satz: »Wer arbeitet, kommuniziert«“ (Baecker 2003: 18). down load (PDF, 87 Kb)

 


Pascal Goeke