Wirtschaftsgeographie
Die Wirtschaftsgeographie befasst sich aus räumlicher Perspektive mit den ökonomischen Bedingungen des „globalen Zeitalters“. Globalisierung verstehen wir nicht oberflächlich als bloße ökonomische Internationalisierung, sondern als einen irritierenden Begriff, der die Sicht frei gibt auf die Kontingenz schon immer kreuzweise verlaufender Wechselbeziehungen zwischen Hier und Dort, zwischen globalen und lokalen sozialen Bindungen. Was so in den Blick gerät ist die umfassende Neuaushandlung der räumlichen Bezüge ökonomischer Beziehungen – von der Ebene der Arbeiterin oder des Konsumenten bis zur Ebene globaler Märkte und Produktionssysteme. Theoretisch orientieren wir uns an Ansätzen, die Alternativen zur etablierten wirtschaftsgeographischen Orthodoxie anbieten. Die Geographien ökonomischer Prozesse und Phänomene werden unter anderem aus der Perspektive der Geschlechterforschung, der Akteur-Netzwerk-Theorie und der Systemtheorie betrachtet. Inhaltlich arbeiten Mitglieder der Arbeitsgruppe derzeit zu globalen Warenketten und Produktionsnetzen, zu Arbeitsbeziehungen, Arbeitsmigration und Arbeitsmärkten sowie zur Kreativwirtschaft.
