Innovative Lehrkonzepte bewilligt

Bachelor Vorlesung

Mit dem «Lehrkredit» hat die UZH ein neues Instrument geschaffen, um innovative Formen der Lehre zu entwickeln. 16 von 41 Projekteingaben wurden bewilligt, darunter die beiden des Geographischen Instituts: “Calibrated Peer Reviewing” und “Decision Lab” von Sara Fabrikant, Martin Müller und Yvonne Scheidegger Jung.

Wissenschaftliches Schreiben will geübt sein. Dennoch sind schriftliche Arbeiten in den Naturwissenschaften auf Bachelorstufe eher selten. Ein Grund dafür ist der zeitliche Korrekturaufwand für die Dozierenden. Die empirisch getestete Methode des “Calibrated Peer Reviewing” hilft Studierenden in grossen Klassen ihre Schreib- und Beurteilungskompetenz zu verbessern. Im ersten Schritt üben die Studierenden anhand von einem kriterien-basierten Beurteilungsformular das Bewerten von schriftlichen Arbeiten. Im zweiten Schritt reichen sie selbst einen Text ein. Dieser ordnet die Software zufällig Mitstudierenden zu, welche den ihn anhand der eingeübten Kriterien beurteilen. Zuletzt bewerten die Studierenden ihre eigene schriftliche Arbeit.

Computergame für Entscheidungsprozesse

Das “Decision-Lab” beinhaltet die Entwicklung eines Computergames, das die Komplexität von Entscheidungsprozessen in der Stadtentwicklung widerspiegelt. Ein typisches Problem von Städten sind beispielsweise Verkehrsstaus, die nur mit einer Vielfalt von Kompromissen zu lösen sind. Die Studierenden können in der Simulation verschiedene Perspektiven einnehmen, wie diejenige der Stadtverwaltung, des Gewerbes, und der Bürger und Bürgerinnen. Die Komplexität von realen Entscheidungen ist mit traditionellen Unterrichtsmethoden schwer aufzuzeigen. Das einmal programmierte Spiel kann mit wenig Aufwand auf diverse Entscheidungssituationen angepasst und dadurch universitätsweit genutzt werden.

UZH News-Artikel

Als eines von vier Projekten stellte die UZH das Projekt "Calibrated Peer Reviewing" in einem weiteren UZH News-Artikel näher vor.

Sabina Mächler

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